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Über mich: Michael Seidler

Im September 2013 lernte ich die Handpan auf einem Staudenmarkt im Botanischen Garten in Berlin kennen. Weit entfernt vernahm immer wieder diese leichten betörenden Klänge. Als ich die Quelle erreichte zog mich die von den Klängen geschaffene Atmosphäre in ihren Bann und ich war so berührt, dass mir Tränen in die Augen stiegen.

Ich war fasziniert und fortan durchsuchte ich das Internet nach Videos und Hinweisen, wo man wohl ein solches Instrument erwerben könnte. Erst im Frühjahr 2014 besann ich mich auf die Begegnung im Botanischen Garten zurück und nahm Kontakt zu Manfred Sperling von Pangea Innersound auf, bei dem ich dann auch prompt meine erste Handpan erwarb.

Die Faszination, dass eine Handpan nur 6, 7, 8 oder 9 Töne hat und trotzdem ein Universum an Möglichkeiten bereit hält, hat mich bis heute nicht verlassen. Dem Trend immer mehr Töne auf einer Handpan unterzubringen mag ich momentan noch nicht folgen. Im Handpanspiel fühle ich mich mehr dem freien Raum der Interpretation verbunden als dem versierten Vielnotenspiel oder dem fingergelenkigen Trommelwirbel. Am Mächtigsten und Emotionalsten klingt eine Handpan für mich, wenn sie ruhig, besinnlich und mit wenig Tönen, denen Raum zum Klingen gegeben wird, gespielt wird.


Meine Musik

Durch das Spielen als Straßenmusiker und durch den Kontakt zu Manfred Sperling ergaben sich vielfältige Gelegenheiten zum Soloauftritt und zu Kooperationen, aus denen bisher 4 Alben (2 unter „Michael Seidler“ und 2 unter „Innersound Duo“ zu finden) hervorgingen, die von mir sowohl als CD angeboten als auch durch die gängigen Musikstores (Spotify, Deezer, iTunes usw.) gestreamt werden.

Mein Youtube-Kanal „Hang-Momente“ enthält diverse Beispiele von Solo- und Bandauftritten. Seit 2020 spiele ich regelmäßig mit Manfred Sperling als „Innersound Duo“. Ich werde für vielfältige Anlässe engagiert. Darunter sind neben Konzerten als Solist oder mit anderen Musikern als Band:

- Hochzeiten

- Trauerfeiern

- Vernissagen

- Yogaevents

- Geburtstage

- Stadtteil- oder Straßenfeste

- Veranstaltungen von Kirchengemeinden

Oben links: 27.9.15 Opener für Konzert von "Almamegretta" in Marina di Pisciotta - Italien

Oben rechts: 24.2.16 Konzert mit "Tempeljazz" bei USE (Union Sozialer Einrichtungen)

Unten links: Begleitung einer Trauerfeier (Waldfriedhof Zehlendorf - Berlin)

Unten rechts: 16.8.14 Konzert mit Papasax in der Radwegekirche "Himmel & Erde" (Kienitz/Oderbruch)  Kirchencafe-Kienitz


Das Instrument Handpan

Die Handpan ist ein Musikinstrument, dass aus zwei Metallscheiben besteht, die mechanisch oder per Luftdruck bauchig konvex geschüsselt werden. Auf die eine Oberfläche werden die Töne mit Feuer und Hammer eingestimmt, die andere Schüssel bekommt ein Schallloch, dann werden beide Hälften zusammengeklebt. Der Kleber entkoppelt beide Hälften und schützt vor störenden Resonanzen. Optisch erinnert das Instrument an ein UFO. Im Gegensatz zur Steeldrum wird bei der Handpan auf den Reichtum an Obertönen geachtet, die bei jedem Tonfeld mitklingen sollen. Je besser die Obertöne mitschwingen, desto berührender klingt die Handpan.

 

Am spannendsten ist eine Handpan wenn man musikalisch komplett ungebildet ist, keine Noten und keine Rhythmen kennt und dadurch keinerlei Grenzen durch erlernte Systeme und Strukturen unterliegt. Das ist am besten mit einer Handpan mit wenigen Tönen (6-9) zu genießen, weil die Vieltonhandpans (Töne auf oberer und unterer Hälfte) doch schon mehr Anforderungen stellen. So frei wie in einer solchen Situation spielt man nie wieder. Irgendwann schleichen sich dann doch die üblichen „Vorgaben“ durch Noten und Rhythmen ein. Wenn man seinen vorherigen Freiraum voll ausnutzen konnte, dann erreicht man irgendwann einen Endpunkt, an dem die üblichen „Strukturen“ (Noten und Rhythmen) nicht mehr einschränkend sondern erweiternd und bereichernd sind.

 

Die ursprünglichen Handpans mit wenig Tönen kann jeder Mensch spielen, egal wie alt oder jung, wie musikalisch vorgebildet oder komplett ungebildet und kann dabei höchste Freude empfinden. Obendrein sind die wenigen Töne immer harmonisch zueinander gestimmt, so dass es niemals ein Katzengejammer wie beim Geige Üben gibt. Die Nachbarn bleiben einem gewogen. Wer im Internet recherchiert findet in seiner Nähe mindestens einen Hersteller, der einem vor Ort ermöglicht die Instrumente auszuprobieren und die richtige „Stimmung“ für sich zu finden (z.B. Moll oder Dur).

 

Vermeide den Blindkauf bei Unbekannten, nur weil der Preis attraktiv erscheint. Meist sind die Angebote von schlechter Klangqualität (klingen wie ein Blecheimer, ohne Obertöne) und von schlechter Materialqualität (leichtes Verstimmen der Tonfelder selbst durch moderaten Anschlag). Es gibt mehrere Hersteller und qualifizierte Shops die auch gebrauchte Handpans anbieten, die sie vorher kontrolliert und wieder gestimmt/getunet haben, wenn sich Tonfelder verzogen haben sollten.

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